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Datenbank nachträglich einbinden?
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taobyebye #1
Member since Jan 2019 · 4 posts
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Subject: Datenbank nachträglich einbinden?
Hallo,
mein Wiki wird immer größer und so langsam habe ich Bedenken, da Alles in Dateien gesichert wird und nicht in Datenbanken.
Hat jemand von euch sein Dokuwiki komplett auf eine Datenbank, z.B. MariaDB umgestellt ?
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Michaelsy #2
Member since Jun 2015 · 969 posts · Location: Düsseldorf, Germany
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Hat jemand von euch sein Dokuwiki komplett auf eine Datenbank, z.B. MariaDB umgestellt ?
Es ist technisch nicht möglich, das zugrunde liegende Dateisystem "mal so eben" durch eine Datenbank zu ersetzen. Das würde de facto fast auf eine Neuentwicklung von DokuWiki hinauslaufen.

Im Übrigen stimme ich MartinR ausdrücklich zu, der dir im englischen Thread seine Einschätzung geschrieben hat. Wenn du glaubst, deine Daten wären in einer Datenbank sicherer aufgehoben, dann täuscht du dich. Was du vielleicht als eine Art von Sicherheit empfinden magst, weil du da irgendwie "nicht dran kommst" (so eine wilde Spekulation von mir), ist im Crash-Fall das große Problem einer Datenbank.

In einem gewissen Sinne ist auch ein Dateisystem nichts anderes als eine Datenbank. Und es gibt mit Sicherheit kein Datenbanksystem, für das es mehr "Drumherum-Software" gibt, als eben für Dateisysteme. Und das ist gerade der entscheidende Vorteil.

Just my 2 cents - Michael Sy.
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cziehr #3
Member since Jan 2011 · 620 posts · Location: 10119 Berlin
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Also ich habe bei der Arbeit mit den in Dateien gespeicherten Daten bis jetzt eigentlich nur Vorteile gehabt.

Was ist denn Deine Definition von „großem Wiki“?

Ich habe knapp 10.000 Seiten im Wiki und überhaupt gar keine Performance-Probleme.


Viele Grüße,
Christoph
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LMS23 #4
Member since Feb 2014 · 170 posts · Location: Bayern, Deutschland
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Hallo taobyebye,

gerade das Speichern in einfachen .txt Files ist das größte Plus von Dokuwiki, vor allem wenn man es zur Dokumentation von bestimmten technischen Dinge wie der Server etc. einsetzt.

Ich hatte schon mal den Fall, bei dem der ESX auf dem das Wiki lief die Grätsche gemacht hat, die Lösung des Problems aber im Wiki beschrieben war. Also einfach das letzte Backup auf meinem Rechner wiederhergestellt, die passende TXT mit dem Editor geöffnet und Problem behoben. Ohne WebServer, ohne Datenbank ohne alles, einfach die TXT und ein Editor (klar sieht nicht schön aus ohne Formatierung aber man kommt an alles ran). Wäre das jetzt alles in einer DB hätte man erst einen DB Server gebraucht welcher die Daten dann bereitstellen kann etc.

Mein "Backupwiki" welches mehrere zusammenführt hat aktuell knapp 2000 Seiten und läuft auf einem Raspberry PI 3+ und es läuft ohne Probleme (klar nicht zu vergleichen mit einem richtigen Server und SSD Platten, aber ausreichend schnell).

Also Performanceprobleme wegen der Speicherung in Files und nicht in der DB sehe ich hier nicht (und wird dank SSD und mehr RAM welcher dann ja als Cach dient immer besser). Durch eine DB würde man sich nur weitere Abhängigkeiten, Probleme etc. an Bord holen welche man so nicht hat (Backup, Software etc.).

MfG
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pop #5
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Überraschenderweise scheint es tatsächlich möglich zu sein, die gesamten Daten eines DokuWiki in einer Datenbank darzustellen und zu verwenden. Auf der Website von Oracle finde ich Angaben zu einem "database file system". Es wird in Linux (u.a.) installiert und das Betriebssystem und die Applikationen greifen mit dem normalen Filesystem-API darauf zu. Die Dateien und Verzeichnisse werden in einer Datenbank gespeichert. Ich habe nicht geprüft, ob es dieses Produkt gegenwärtig gibt, aber vorstellbar ist es schon.

Für den Betrieb des Wiki sehe ich allerdings kaum Vorteile. Vielleicht kann die Datenbank eine gewünschte Datei schneller finden als das Filesystem, wenn die Struktur der Namensräume sehr flach ist und daher ein einzelnes Verzeichnis viele Einträge enthält. Ich habe einen Wiki, der zur Darstellung einer einzelnen Seite bis zu hundert Dateien benötigt oder auch mehr. Dort wird der Unterschied in der Zugriffsgeschwindigkeit zwischen Festplatte und SSD deutlich wahrnehmbar. Vielleicht könnte eine gut indizierte Datenbank noch weitere Fortschritte bringen, aber ich glaube nicht so recht daran.

Wenn Du die Infrastruktur, die installierte Software und das Fachwissen bereits hast, ist der Aufwand für die Sicherstellung und Wiederherstellung des WIKI bei beiden Varianten wohl etwa gleich gross. Wenn der Wiki die einzige Anwendung wäre, der eine Datenbank braucht (oder auch viele Wikis),sehe ich keinen Vorteil in Einführung einer Datenbank zur Speicherung der Seiten.

Ich sehe, dass hier etliche Benutzer bereits mit der Installation und Verwaltung einfacher Webserver und ihrer Dateisysteme ihre Grenzen erreichen. Solchen würde ich auf gar keinen Fall empfehlen, ohne zwingenden Grund eine Datenbank einzusetzen.

Etwas anders stellt sich die Frage dar, wenn weitere Anwendungen auf die Texte zugreifen sollen. Dort könnten vielleicht die Funktionen des Datenbanksystems zum Tragen kommen, wie zum Beispiel eine Volltextsuche oder Datenbanktrigger. Unter diesen Voraussetzungen wäre aber vielleicht DokuWiki nicht das beste Instrument gewesen.
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LMS23 #6
Member since Feb 2014 · 170 posts · Location: Bayern, Deutschland
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Überraschenderweise scheint es tatsächlich möglich zu sein, die gesamten Daten eines DokuWiki in einer Datenbank darzustellen und zu verwenden. Auf der Website von Oracle finde ich Angaben zu einem "database file system". Es wird in Linux (u.a.) installiert und das Betriebssystem und die Applikationen greifen mit dem normalen Filesystem-API darauf zu. Die Dateien und Verzeichnisse werden in einer Datenbank gespeichert. Ich habe nicht geprüft, ob es dieses Produkt gegenwärtig gibt, aber vorstellbar ist es schon.

Für den Betrieb des Wiki sehe ich allerdings kaum Vorteile. Vielleicht kann die Datenbank eine gewünschte Datei schneller finden als das Filesystem, wenn die Struktur der Namensräume sehr flach ist und daher ein einzelnes Verzeichnis viele Einträge enthält. Ich habe einen Wiki, der zur Darstellung einer einzelnen Seite bis zu hundert Dateien benötigt oder auch mehr. Dort wird der Unterschied in der Zugriffsgeschwindigkeit zwischen Festplatte und SSD deutlich wahrnehmbar. Vielleicht könnte eine gut indizierte Datenbank noch weitere Fortschritte bringen, aber ich glaube nicht so recht daran.

Wenn Du die Infrastruktur, die installierte Software und das Fachwissen bereits hast, ist der Aufwand für die Sicherstellung und Wiederherstellung des WIKI bei beiden Varianten wohl etwa gleich gross. Wenn der Wiki die einzige Anwendung wäre, der eine Datenbank braucht (oder auch viele Wikis),sehe ich keinen Vorteil in Einführung einer Datenbank zur Speicherung der Seiten.

Ich sehe, dass hier etliche Benutzer bereits mit der Installation und Verwaltung einfacher Webserver und ihrer Dateisysteme ihre Grenzen erreichen. Solchen würde ich auf gar keinen Fall empfehlen, ohne zwingenden Grund eine Datenbank einzusetzen.

Etwas anders stellt sich die Frage dar, wenn weitere Anwendungen auf die Texte zugreifen sollen. Dort könnten vielleicht die Funktionen des Datenbanksystems zum Tragen kommen, wie zum Beispiel eine Volltextsuche oder Datenbanktrigger. Unter diesen Voraussetzungen wäre aber vielleicht DokuWiki nicht das beste Instrument gewesen.

Also gerade die Wiederherstellung im Desasterfall ist mit "nur Files" doch schneller als mit DB ;) Und wie gesagt wenn es sein muss, reicht ein einfacher Editor um an alle Infos ran zu kommen.

ABER: Wenn ich ein Wiki mit DB haben will, dann nehm ich halt einfach nicht Dokuwiki, dann wäre eventuell ein MediaWiki etc. die bessere Wahl. Weil sonst würde ich ein Wiki, bei welchem die Stärken ja gerade der einfache Aufbau mit Files ist, auf biegen und brechen in eins Verwandeln welches es ja schon lange gibt.

Denn die Files haben auch einen Vorteil, ich kann die relativ einfach mit Scripten etc. bearbeiten und ändern was mit einer DB zwar auch möglich wäre aber wieder mit anderem Aufwand. Oder anderes gesagt, man sollte sich das Wiki nehmen welches die eigenen Anforderungen am besten abdeckt.

Aber im normalen Betrieb mit einem Wiki von sagen wir mal 2000 Seiten sollte man auf entsprechender Hardware keinen wirklichen unterschied zwischen Files und DB bemerken (jedenfalls nicht für den User wahrnehmbar).
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Michaelsy #7
Member since Jun 2015 · 969 posts · Location: Düsseldorf, Germany
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In reply to post #5
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Auf der Website von Oracle finde ich Angaben zu einem "database file system". Es wird in Linux (u.a.) installiert und das Betriebssystem und die Applikationen greifen mit dem normalen Filesystem-API darauf zu. Die Dateien und Verzeichnisse werden in einer Datenbank gespeichert.

Interessant! Wenn man mal ein DokuWiki mit 50 Millionen Seiten (wie etwa Wikipedia) erstellen möchte, dann ist das spätestens vermutlich eine super Sache... (fast ganz ernsthaft gemeint).
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